Ernährung bei Gicht
Gicht tritt als Folge einer erhöhten
Harnsäurekonzentration im Blut auf und
äußert sich in Form eines akuten Gichtanfalls.
In diesem Stadium kommt es aufgrund der Ablagerung von
Harnsäurekristallen im Gelenk zu äußerst
schmerzhaften Schwellungen und
Entzündungen.
Ziel der Therapie ist es, die Harnsäurekonzentration im Blut
zu senken. Eine Umstellung der Ernährung unterstützt
die medikamentöse Therapie.
Folgende Maßnahmen sind sinnvoll:
- Purinarme Kost:
Purine werden im Körper zu Harnsäure abgebaut, so
dass auf purinreiche Lebensmittel möglichst verzichtet werden
sollte.
Gut geeignete Lebensmittel: Nudeln,
Reis, Kartoffeln, Brot, Milchprodukte, Eier, Gemüse, Salat,
Obst, Gurken, Frucht- und Gemüsesäfte
Bedingt geeignete Lebensmittel:
mageres Rind- und Kalbsfleisch, magere Wurstsorten, Forelle, Seezunge,
Hülsenfrüchte, Spinat
Nicht geeignete Lebensmittel:
Innereien, Wild, Ölsardinen, Thunfisch, Gans, Fleischextrakte
- Normalisierung des Körpergewichts
Jede Gewichtsabnahme führt zu einer Senkung des
Harnsäurespiegels. Gleichzeitig wird damit das Risiko
für Diabetes und Fettstoffwechselstörungen, die
besonders oft bei Gichtkranken auftreten, gesenkt.
- Erhöhte Flüssigkeitszufuhr:
Reichliches Trinken fördert die
Harnsäureausscheidung. Deshalb sollten Sie täglich
mindestens 2,5 Liter an Mineralwasser, Kräutertee, Frucht- und
Gemüsesäften zu sich nehmen.
Alkohol sollte nach Möglichkeit ganz gemieden werden.
