Vollwertige Ernährung
Die Lebensmittelauswahl muss für den Erwachsenen sehr
vielfältig sein, um den
Nährstoffbedarf abzudecken. Neben der Vielfältigkeit
der Lebensmittel spielt die Nährstoffrelation
eine große Rolle. Es sollten folgende Verhältnisse
angestrebt werden:
- Proteine: 10-15%
- Kohlenhydrate: über 50%
- Fett: 25-30%
10 Tipps für die praktische Umsetzung einer
vollwertigen Ernährung:
- Vielseitig - aber nicht zu viel:
Vielseitig um einem isolierten Nährstoffmangel vorzubeugen
(z.B. Magnesium, Calcium, Iod und Fluor),
aber nicht zu energiereich, um übergewicht zu vermeiden.
- Weniger Fett und fettreiche Lebensmittel:
Fett hat mehr als doppelt so viel Energie wie Kohlenhydrate und
Eiweiße. Deshalb lassen sich durch geeignete Auswahl
von fettarmen Lebensmitteln und sparsamen Verwendung von Streich-,
Koch- und Bratfett am einfachsten Kalorien einsparen.
- Würzig - aber nicht salzig:
Kochsalz begünstigt unter anderem die Entwicklung einer
Hypertonie. Ein Großteil an Kochsalz wird mit bereits
verarbeiteten
Lebensmitteln verzehrt (v.a. Brot, Wurst, Käse). Durch
frisches Zubereiten von Speisen und reichhaltiges Verwenden von
frischen
Kräutern und frisch gemahlenen Gewürzen
lässt sich die weitere Kochsalzzufuhr gut reduzieren.
- Wenig Süßes:
Süßigkeiten begünstigen Karies und
enthalten oft versteckte Fette. Sie sind darum in der Kalorienbilanz zu
berücksichtigen. Rohrzucker
führt zu einer vermehrten Insulinfreisetzung. Dadurch sinkt
der Blutzuckerspiegel rasch ab. Es entsteht erneut Heißhunger
- meist auf Süßes.
- Mehr Vollkornprodukte:
Machen länger satt als Weißmehlprodukte, da sie
viele Ballaststoffe und komplexe Zucker enthalten. Außerdem
enthalten sie alle wichtigen Mineralien und Vitamine.
- Reichlich Gemüse und Obst:
Durch den Verzehr von diesen Produkten wird die Aufnahme von Vitaminen
und Mineralien erheblich vergrößert. Des weiteren
enthalten Sie viele Ballaststoffe und komplexe Zucker.
- Weniger Tierisches Eiweiß:
Im Allgemeinen essen wir zu eiweißreich. Pflanzliche Produkte
sind meist eiweißärmer als tierische und
können durch entsprechende
Kombination den Eiweißbedarf gut abdecken. Tierische
Eiweiße enthalten zudem oft erhebliche Mengen an Cholesterin
und Purin, sowie meist gesättigte Fettsäuren.
- Trinken mit Verstand
Pro Tag sollten mindestens 1,5 - 2 Liter Flüssigkeit,
vorzugsweise natriumarme, aber calcium- und magnesiumreiche
Mineralwässer, zugeführt werden. Kaffe und
schwarzer Tee fördern die Harnmenge und damit den Verlust von
Mineralstoffen.
- Öfter kleine Mahlzeiten
Durch lange Pausen zwischen den Mahlzeiten entstehen Leistungstiefs und
unter Umständen Heißhunger, der zu
übermäßiger Energieaufnahme führen
kann.
Statt drei Hauptmahlzeiten besser fünf kleinere Mahlzeiten.
- Schmackhaft und schonend zubereiten
Durch lange und unsachgemäße Lagern,
Wässern, langes Kochen und Warmhalten treten zum Teil
erhebliche Nährstoffverluste auf und der Geschmack der Speisen
geht verloren.
